Erstellt am 07. Mai 2014, 11:35

von Carina Ganster

Keine Chance dem Verfall. Heiligenbrunn / Neuer Verein verschreibt sich der Erhaltung der historischen Bauten sowie deren kultureller, landwirtschaftlicher und sanfter touristischer Nutzung.

Initiative Kellerviertel. Siegfried Marth, Verena Dunst, Stefan Schmidt, Dietmar Babos und Obmann Martin Weinek vor einem verfallenen Keller. Foto: zVg/SPÖ  |  NOEN, zVg/SPÖ
Der neu gegründete Verein „Initiative Kellerviertel Heiligenbrunn“ hat es sich zum Ziel gesetzt, das historische Kellerviertel aus dem Dornröschenschlaf zu wecken.

„Uhudler-Kompetenzzentrum“ soll errichtet werden

Das Kellerviertel in den Rieden Stifterberg und Zeinerberg umfasst 120 kellerartige Bauten aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Dieses Ensemble aus lehmbeworfenen Holzblockbauten, das Zeugnis von der Weinwirtschaft und der Lebensweise der vorigen Jahrhunderte gibt, ist zunehmend dem Verfall preisgegeben.

Der Verein bezweckt neben der Erhaltung des historischen Ensembles vor allem auch die Erhaltung des Kulturgutes Uhudler sowie die Errichtung eines „Uhudler-Kompetenzzentrums“, welches als Informationszentrum über den Uhudler umfassend informieren soll.

„Nur ein gelebtes Kellerviertel hat eine Zukunft“

Weiters ist die Errichtung eines Uhudler Lehrpfades geplant. Der Lehrpfad umrundet das Kellerviertel und wird mittels Schautafeln und einem Schaugarten auf die Tradition des Uhudlers und der Kellergasse und seine Bedeutung für die Zukunft hinweisen.

„Nur ein gelebtes Kellerviertel hat eine Zukunft. Langfristiges Ziel muss es auch sein, durch neue touristische Impulse die Wertschöpfung in der Region zu steigern und damit auch neue Arbeitsplätze zu schaffen“, sagt Obmann Martin Weinek.

Ein großes Team wird beim Aufbau der verfallenen Häuser am Start sein. Stefan Schmidt, der Letzte in der Region, der das Handwerk des Strohdeckens und Lehmverputzens tatsächlich noch erlernt hat, sowie Siegfried Marth, der sich bereit erklärte, das eigens notwendige Stroh zu produzieren, werden mithelfen. Der Stammtisch „Frag die Alten“ soll dazu beitragen, die junge Generation für dieses Thema zu begeistern.