Erstellt am 22. Juni 2011, 00:00

Keine Informationen für die Bürgerinitiative. UMFAHRUNG / Weiter warten auf die versprochene Bürgerinformation. Sprecher Christian Preiniger will Rax „vorziehen“.

Bei der vom Land betriebenen Dauerzählstelle werden täglich rund 7.000 Fahrzeuge gemessen. Die Bürgerinitiative spricht aber von rund 11.000 Fahrzeugen. TRUMMER  |  NOEN
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VON CARINA GANSTER

JENNERSDORF / Die Uneinigkeit zwischen den Befürwortern der Umfahrung Rax-Jennersdorf und dem Land Burgenland geht weiter. Seit Jahren fordern die Bürger eine Verkehrsentlastung durch den Bau einer Umfahrung und seit Jahren werden die Raxer und Jennersdorfer vom Land vertröstet. Die Gemeinde hat bereits vor Monaten Grundstücke angekauft und die Flächen umwidmen lassen, auch Planungsarbeiten hat man auf Eigeninitiative gestartet. Vom Land war die Unterstützung nicht gegeben, die Lebensqualität der Bewohner verschlechtert sich zunehmend. Noch vor dem Sommer hätte die von Baudirektor Johann Godowitsch versprochene Bürgerinformation stattfinden sollen. Geben wird es aber keine.

„Wir haben keine Information. Die Resignation schleicht sich langsam ein. Die Zuständigen sollen sich einmal ins Zeug legen, damit wir sehen, wer seine ,Hausaufgaben‘ noch immer nicht erledigt hat“, kommentiert Christian Preininger, Sprecher der Bürgerinitiative, die derzeitige Situation. Auch bei Ortsvorsteher Franz Wolf ist die Verzweiflung wegen des Umfahrungsthemas groß. „Wir haben nach wie vor dieselbe Situation wie vor zwei Jahren. Wir werden den Druck auf die Regierung einfach erhöhen, um zu zeigen, dass es uns wirklich ernst mit der geforderten Umfahrung ist. Spätestens im Herbst muss es eine Bürgerinformation geben, die Bevölkerung darf nicht länger hingehalten werden“, sagt Ortsvorsteher Franz Wolf.

Bürgerinitiative wartet auf  Antwort von Godowitsch

Sprecher Christian Preininger hat sich nun mit einem E-Mail an die Landeregierung gewandt und gefordert, dass die Umfahrung Rax-Jennersdorf der Umfahrung Schützen vorgezogen wird. „In Schützen sind sich Befürworter, Gegner und Land ohnehin weiter uneinig. Wir hingegen wollen die Umfahrung unbedingt. Eine Antwort vom Land auf mein Schreiben habe ich bisher immer noch nicht erhalten“, erklärt Preininger. Johann Godowitsch erläutert im Gespräch mit der BVZ die Schwierigkeiten der geforderten Umfahrung Rax-Jennersdorf: „Der Vorschlag seitens der Bürgerinitiative ist nicht umsetzbar. In Jennersdorf ergaben die laufend stattfindenden Verkehrszählungen einen Zählwert von aktuell 6.900 Fahrzeugen per Mai 2011 und das ist zu wenig. Wenn in Jennersdorf wirklich eine Umfahrung erforderlich ist, wird man auch Geld investieren. In Schützen hingegen liegt der Zählwert mit 18.000 Fahrzeugen weit höher“, so Godowitsch, der weiter meint: „Wir werden in Jennersdorf die verschiedenen Varianten untersuchen und eine Entscheidung treffen, wann und welche Trasse zu verwirklichen wäre.“

Aktuell laufen in Jennersdorf Verkehrszählungen. Die ausgewerteten Daten sollen nun auch den Bürgern zugänglich sein. Eine Bürgerinformation soll laut Straßenbaureferent Johann Godowitsch noch heuer stattfinden. „Nur wenn auch alle Hauptverantwortlichen auch an der Versammlung teilnehmen, hat es einen Sinn“, sagt Franz Wolf.