Erstellt am 02. Februar 2011, 00:00

Keine Neue Mittelschule im Bezirk. ANSUCHEN / In den nächsten 14 Tagen soll die Entscheidung fallen, ob die Hauptschule Stegersbach und St. Michael ab 2011/2012 als Neue Mittelschulen geführt werden.

 |  NOEN, Elena Elisseeva

VON SARAH WAGNER
STEGERSBACH, ST. MICHAEL, EBERAU / Bereits 2009 haben sich die beiden Hauptschulen in Stegersbach und St. Michael beworben, um als Neue Mittelschulen (NMS) geführt zu werden. 2010 wurde der Antrag abgelehnt. Bislang ist noch keine Entscheidung gefallen. Aber Landesschulratspräsident Gerhard Resch hofft auf eine rasche Lösung: „Bis zu den Semesterferien möchten wir den Eltern Bescheid geben. In den kommenden 14 Tagen sollte eine Entscheidung fallen.“ Diese liegt laut Resch beim zuständigen Ministerium, das klären muss, welches Kontingent an NMS für das Burgenland verfügbar ist: „Die Ansuchen sind erfolgt und auch die notwendigen Abstimmungen der Eltern und Lehrer sind in beiden Schulen positiv verlaufen. Aber derzeit hängt noch alles in der Luft, wir müssen warten.“

Aktuell noch keine NMS im  gesamten Bezirk Güssing

Erich Proszer, Direktor der HS Stegersbach, wartet auf einen positiven Bescheid: „Wir sind eine innovative Schule und wollen uns neuen Herausforderungen stellen, daher möchten auch wir NMS werden. Der bilinguale Zweig bleibt erhalten. Außerdem gibt es im Bezirk Güssing noch keine NMS. Wir machen bereits jetzt viele Dinge, die in einer NMS gemacht wird, wie Teamteachig, E-learning, die Implementierung neuer Lernkultur und fächerübergreifende Arbeit.“

Rudolf Ehrenhöfler, Direktor der HS St. Michael, möchte das Modell so bald als möglich übernehmen: „100 Prozent der Eltern und 100 Prozent der Lehrer haben für die Teilnahme am Projekt NMS gestimmt. In diesem Modellversuch werden Forderungen nach einer Verbesserung der Bildungschancen von Schülerinnen und Schülern umgesetzt. Das Ziel ist eine grundsätzliche pädagogische und organisatorische Neugestaltung des gemeinsamen Lernens der Altersgruppe der 10 bis 14-Jährigen.“

80 Standorte sollen in ganz Österreich vergeben werden. „Wenn das Ministerium die Genehmigung erteilt, muss auch noch das notwendige Geld aufgebracht werden und außerdem müssten gesetzliche Schritte folgen, da das Burgenland über die zehn Prozent-Quote fällt. Andere Bundesländer sind noch unter den zehn Prozent an NMS“, erläutert Resch.

Privatschule Eberau hat  sich ebenfalls beworben

Aber auch eine dritte Schule hat sich im Bezirk Güssing für das Model NMS beworben. „Die Privatschule Eberau hat sich auch beworben“, so Resch, der aber dessen Chance als gering einschätzt. „Wenn wir die Zusage seitens des Ministeriums erhalten, dann werden Stegersbach und St. Michael an die Reihe kommen. Eberau hat sich erst ein Jahr später beworben.“

Nur die Hauptschulen Güssing und Jennersdorf haben sich nicht beworben.