Erstellt am 29. Mai 2013, 00:00

Kinderbetreuung: Bedarf wird erhoben. Sommerbetreuung / Gemeinde startet Umfrage in den Schulen. An einer gemeindeübergreifenden Lösung soll ebenfalls gefeilt werden.

Von Carina Ganster

JENNERSDORF / Betreuung für Schulkinder in den Sommerferien hat es in der Stadtgemeinde noch nie gegeben. Das Drängen und Verlangen von Eltern wurde in den vergangenen Wochen und Monaten größer – das brisante Thema vom Gemeinderat an den Familienausschuss abgegeben, der sich intensiv damit auseinandersetzt.

Fakt ist, im heurigen Sommer wird es keine Betreuung von Schulkindern geben. „Erstens scheitert die Betreuung an den nicht vorhandenen Räumlichkeiten oder besser gesagt, den baulichen Problemen. Es müsste im Kindergarten nämlich zusätzliche Sanitärräume für Schüler geben, weil wir keinen alterserweiterten Kindergarten haben, ist das nicht möglich. Zudem würde es die personelle Situation nicht zulassen“, berichtet Gemeinderätin Angelika Kirschner (ÖVP), die Vorsitzende des Familienausschusses im Rahmen der vergangenen Gemeinderatssitzung.

Ortschef zeigt Skepsis: „Bedarf ist nicht da“ 

Zusammen mit der grünen Gemeinderätin Magdalena Horejschi soll ein Fragebogen vorbereitet um den Bedarf für 2014 im Herbst abfragen zu können. Ortschef Willi Thomas hegt nicht nur im Hinblick auf die durch die Schaffung von Betreuungsplätzen explodierenden Kosten Skepsis, sondern auch am geringen Bedarf. „Wir machen jedes Jahr eine Umfrage und wenn zwei Eltern ihre Kinder anmelden, ist das bei Gott nicht viel. Da gibt es keinen Bedarf bei uns, aber wenn es eben einige Leute wollen, dann machen wir eben noch einmal eine Umfrage“, sagt Ortschef Willi Thomas.

Zudem will der Familienausschuss mit den Nachbargemeinden St. Martin an der Raab und Weichselbaum eine gemeinsam eine Lösung zur Betreuung von Schulkindern in den Sommerferien finden.