Erstellt am 17. August 2011, 00:00

Kindergartenbau kann starten. VERZÖGERUNGEN / Da ein Anrainer eine Lärmbelästigung durch den Kindergartenzubau und neuem Parkplatz befürchtete, wurde der Start verzögert. Nun wird begonnen.

VON SARAH WAGNER

BURGAUBERG-NEUDAUBERG / Wie die BVZ im Juli bereits berichtete, kam es beim Aus- und Umbau des Kindergartens in der Gemeinde Burgauberg-Neudauberg zu Problemen. Ein Anrainer hat nach einem Einspruch bei der Bauverhandlung und einer Berufung nun eine Vorstellung bei der Bezirkshauptmannschaft Güssing erhoben.

„Nach der Entscheidung der Bezirkshauptmannschaft Güssing über die Vorstellung des Anrainers gegen die Erweiterung des Kindergartens hat der Gemeinderat beschlossen, mit dem Bau zu beginnen“, gibt sich Bürgermeister Franz Glaser nun erleichtert.

Der Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Güssing bestätigt demnach die Entscheidung des Gemeinderates, was den Zu- und Umbau betrifft. „Aus formalrechtlichen Gründen hat die BH die Teilbereiche ’Kinderspielplatz und ‚Parkplätze‘ zur neuerlichen Behandlung an den Gemeinderat zurückgewiesen. Zu diesen Teilbereichen wird der Gemeinderat nach Ablauf der Möglichkeit gegen die Entscheidung der BH innerhalb von sechs Wochen Vorstellung beim Verwaltungs- und Verfassungsgerichtshof erheben, die weitere Schritte setzen“, so Glaser.

Ortschef Glaser bedauert, dass man die Ferienwochen nicht für die groben Bauarbeiten nutzen konnte, er erklärte aber, dass bereits in den nächsten Tagen mit dem Baumeister und der Kindergartenleitung die weiteren konkreten Schritte beraten werden. Ziel ist es, im September des nächsten Jahres im neuen Kindergarten den Betrieb aufzunehmen.

Der Bau wird rund 900.000 Euro kosten. Zu den bestehenden zwei Gruppenräumen soll ein Raum für Kleinkinder und eine Hortgruppe für die Nachmittagsbetreuung der Volksschulkinder dazugebaut werden. Die Gesamtkosten werden auf etwa 800.000 Euro geschätzt. Eine neue Hackschnitzelheizung für den Kindergarten, die Volksschule und das Gemeindeamt werden weitere 100.000 Euro kosten.

Der Anrainer befürchtete Lärmbelästigungen durch den Parkplatz und den Kindergartenzubau. Glaser versteht die Argumente des Bürgers nicht wirklich: „Obwohl der Kinderspielplatz nur zehn Meter näher an das Grundstück des Anrainers heranrückt. Der Parkplatz wird nur vom Personal genützt. Es gibt keine Bewegung auf dem Parkplatz während des Tages.“ Baubeginn wäre jetzt im Juli 2011 geplant gewesen.