Erstellt am 31. Oktober 2012, 00:00

Kirchenwirt will energieautark sein. EFFIZIENT / Hackschnitzelheizung, Fotovoltaikanlage und angebaute Versuchsflächen für Energieholz sollen Matthias Mirth dabei helfen.

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Von Carina Ganster

ELTENDORF / Kirchenwirt Matthias Mirth setzt in seinem Traditionsgasthof nicht nur auf regionale Schmankerln vom Waldschwein und den Uhudler, sondern wird in erneuerbare Energie investieren, um energieautark zu werden und um die Umwelt zu schützen.

Mit dem Gedanken, seinen Gasthof energieautark zu führen, spielt sich Matthias Mirth schon seit längerer Zeit. Nun setzt er sein Vorhaben aber um. Eine Hackschnitzelheizung entsteht derzeit auf dem Gelände, eine Fotovoltaikanlage soll in den kommenden Monaten folgen. Das alleine ist aber noch nicht genug, um das Gebäude alleine mit Energie zu versorgen. „Zusätzlich habe ich Versuchsflächen für Energieholz auf einem Acker angebaut“, erklärt Matthias Mirth.

Mit Energieholz wird Holz bezeichnet, welches ausschließlich für die Energiegewinnung durch Verbrennung genutzt werden soll. „In meinem Fall habe ich Pappeln angebaut, das sind Bäume, die besonders schnell wachsen sollen. In drei bis fünf Jahren soll der erste Schnitt möglich sein. Dann kann ich die Hackschnitzelheizung mit meinem eigenen Holz betreiben“, erzählt der innovative Gastwirt. Mirth wird aber nur so viel Energie erzeugen, die er für die Versorgung seines Gasthofes braucht. In das öffentliche Netz will er den selbst erzeugten Strom nicht einspeisen. „Vom Heizwert gerechnet sollte ich es schaffen, dass ich im Jahr 2015 energieautark bin“, meint Matthias Mirth.

Lob für das Projekt gibt es auch von Landesrätin Michaela Resetar. „Matthias Mirth ist sehr innovativ und er zeigt, dass Engagement sich bezahlt macht und die Region an Attraktivität gewinnt.“

Matthias Mirth will den Strom für sein Gasthaus ab dem Jahr 2015 selbst erzeugen.

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