Erstellt am 14. August 2015, 15:16

von Carina Ganster und Michael Pekovics

Kleinflugzeug bei Punitz abgestürzt!. In der Nähe des Flugplatzes Punitz (Bezirk Güssing) ist am Freitagnachmittag ein viersitziges Kleinflugzeug abgestürzt.

 |  NOEN, Michael Pekovics
Zwei Insassen der Maschine vom Typ Piper PA-28, einer davon 21 Jahre alt und aus Mühlgraben, wurden verletzt – der Pilot leicht (er erlitt Schnittwunden), der Passagier schwer.

Schwerverletzter wird nach Graz geflogen

Der Schwerverletzte wurde mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 16 in ins LKH Graz geflogen. Der verletzte Pilot wurde vom Notarztwagen ins Spital nach Güssing gebracht.

Die beiden hatten einen einstündigen Rundflug über das Südburgenland gemacht. Die Maschine hatte offenbar zu wenig Leistung um über eine Anhöhe zu kommen und flog eine Umkehrkurve, es folgte der Versuch auf einem Acker aufzusetzen, der sich rund einen Kilometer vom Flugplatz entfernt befindet.

Schließlich hatte der Pilot vor einem Maisfeld auf einem Acker notlanden wollen und hatte dort mit dem Flugzeug den Boden touchiert, dieses hatte sich schließlich überschlagen. Das Flugzeug gehörte zur Punitz Flugplatz Betriebs GmbH und war für den Rundflug vermietet, die beiden Freunde wollten sich das Südburgenland anschauen.

"Der Pilot hat alles richtig gemacht, wie nach Vorschrift", sagt Augenzeuge und Betriebsleiter des Flugplatzes, Reinhard Kremnser.

Der Pilot hatte erst kürzlich den Theorieteil des Flugpilotenscheins absolviert, was der Grund für den Unfall gewesen ist, werden jetzt Experten der Flugsicherungskommission untersuchen.





Der Rettungshubschrauber Christophorus 16 (C16), First Responder, die Polizei und vier Feuerwehren (Punitz, Güttenbach, Dt. Tschantschendorf und St. Michael) standen im acht Fahrzeugen im Einsatz. Die Florianijünger stellten den Brandschutz her und bargen gemeinsam mit den Ärzten und Sanitätern die Verletzten.

Die beiden Personen wurden mit unbekanntem Verletzungsgrad mit dem Rettungshubschrauber und dem Rettungswagen in Krankenhäuser transportiert. Weiters mussten auslaufende Betriebsmittel gebunden und die Batterie abgeklemmt werden. Die Freiwillige Feuerwehr Punitz erhält den Brandschutz vor Ort aufrecht bis die Unfallermittler ihre Arbeit abgeschlossen haben.

Erst am Dienstag hatte der Absturz eines Kleinflugzeuges, das zur Vertreibung von Staren eingesetzt war, ein Todesopfer gefordert. Die Maschine war bei Weiden am See (Bezirk Neusiedl am See) mit einer Hochspannungsleitung kollidiert, für den Piloten kam jede Hilfe zu spät: