Erstellt am 13. April 2011, 00:00

Knalleffekt: Nun sind es doch vier. DISKOBUS / Nach Heiligenkreuz und Jennersdorf werden nun auch die Gemeinden Neuhaus am Klausenbach und Weichselbaum nicht beim Verkehrsprojekt dabei sein.

VON CARINA GANSTER

BEZIRK JENNERSDORF / In der vergangenen Woche schien alles schon ganz sicher, der Diskobus wird im Bezirk Jennersdorf eingeführt und soll bereits im Mai in Probebetrieb gehen. Die beiden Gemeinden Jennersdorf und Heiligenkreuz gaben bekannt, dass sie am Projekt nicht teilnehmen. Für SPÖ-Landtagsabgeordneten und Initiator Mario Trinkl „alles kein Problem, denn zwei Großdiskotheken aus der Steiermark zahlen einen erheblichen Betrag dazu, damit das Projekt für die Gemeinden nicht zu teuer wird.“ Zwischen 5.000 Euro und 10.000 Euro soll die Finanzspritze der Diskotheken „MCM“ und „Baby‘o“ betragen und „somit würde sich ein Nettobetrag von 1,10 Euro pro Fahrgast aus jeder Gemeinde ergeben“. Jetzt, eine Woche später, wendete sich das Blatt in eine negative Richtung – ob das Projekt umgesetzt werden kann, steht derzeit in den Sternen.

Auch Weichselbaum und  Neuhaus sind nicht dabei

Grund dafür ist, dass auch die Gemeinden Weichselbaum und Neuhaus am Klausenbach gegen die Einführung des Diskobusses stimmten, beziehungsweise im Gemeinderat erst gar nicht einmal darüber abstimmen ließen, wie nun bekannt wurde. Wie die BVZ bereits in der vergangenen Ausgabe berichtete, wollte die SPÖ von Neuhaus am Klausenbach mit der Bürgerliste verhandeln, um die Mehrheit im Gemeinderat zu erhalten. Mario Trinkl weiß, dass zwar verhandelt wurde, die „Bürgerliste aber nicht mitgezogen ist, deshalb auch der Antrag nie in den Gemeinderat kam, da wir ohnehin keine Chance gegen die ÖVP haben“.

In Weichselbaum hingegen wurde der Antrag zwar im Gemeinderat behandelt, es gab aber keinen Beschluss. Warum erklärt Vizebürgermeister Markus Josef (SPÖ): „Das Problem ist ein Grundlegendes. Im Vorfeld haben alle Bürgermeister der Region mit Mario Trinkl verhandelt, es wurden jedoch nie schriftliche Vereinbarungen getroffen. Für Weichselbaum heißt das, dass wir von der SPÖ gegen die dominierende ÖVP ohnehin nie eine Chance mit dem Antrag gehabt hätten, er wäre also nie auf die Tagesordnung gekommen. Wenn im Vorfeld besser verhandelt worden wäre, also alle Gemeinden verpflichtend den Antrag im Gemeinderat behandeln hätten müssen, wäre die Sache vielleicht anders ausgegangen.“

Diesen Vorwurf lässt Trinkl nicht gelten und kontert: „Es hat klare Vereinbarungen gegeben, jede Gemeinde musste bis 31. März bekannt geben, ob sie dabei ist oder nicht. In Weichselbaum passierte dies nicht.“