Erstellt am 03. Juni 2015, 10:28

von Carina Ganster

Knopf kann‘s nicht richten. ÖVP schwimmt mit dem Trend: Wie im Bezirk muss die ÖVP auch in Stegersbach trotz Kandidat Michael Knopf Verluste von über acht Prozent hinnehmen. Ortschef zeigt sich überrascht.

Bürgermeister Heinz Peter Krammer gab am Sonntag seine Stimme ab.  |  NOEN, Carina Ganster
Während sich Michael Knopf, der auf Platz zwei der ÖVP im Bezirk kandidierte, viel mehr von der Wahl erwartet hätte, ist auch Stegersbachs-SPÖ Bürgermeister Heinz Peter Krammer überrascht vom unerwartet schwachen Abschneiden seines Vizebürgermeisters Michael Knopf.

„Mit den Verlusten der SPÖ landesweit hätte auch niemand gerechnet, da halten sich die Verluste der ÖVP in Stegersbach zum Glück noch in Grenzen“, versucht Knopf zu relativieren. In seiner Heimatgemeinde musste der ÖVP-Vizebürgermeister ein Minus von 8,36 Prozent einstecken, womit die ÖVP jetzt auch unter die 30-Prozent-Marke gefallen ist.

„Jeder Verlust schmerzt“

„Wir haben bei der Landtagswahl 2010 ein überdurchschnittlich gutes ÖVP-Ergebnis gehabt, deshalb schauen die Verluste jetzt so fatal aus. Zudem haben wir durch die Kandidatur der NEOS Stimmen eingebüßt“, meint Knopf.

Rückblickend auf den Wahlkampf ist Knopf mit seinem Auftreten zufrieden. „Jeder Verlust schmerzt, aber wir dürfen wir uns nichts vorwerfen“, ist Knopf überzeugt. Für die Zukunft wünscht er sich, das die ÖVP weiterhin in der Regierung vertreten ist.

Überraschend stark präsentierte sich die FPÖ in Stegersbach. Im Gegensatz zu den Landtagswahlen 2015 konnte die FPÖ ihren Stimmenanteil (16 Prozent) mehr als verdoppeln (+8,6 Prozent). Zulegen konnten sowohl die Grünen (+1,5 Prozent) als auch die Liste Burgenland (+0,9 Prozent). Bei ihrem ersten Antreten erreichten die NEOS 3,1 Prozent.