Erstellt am 25. Januar 2012, 00:00

14.000 Euro sind „Peanuts“. MICHAEL PEKOVICS über den Ausstieg von Bad Tatzmannsdorf aus dem Regionalverband.

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Wie so oft hat auch der Ausstieg Bad Tatzmannsdorfs aus dem Regionalverband zwei Seiten – und beide sind durchaus nachvollziehbar. Da wäre einmal die Sicht der Gemeinde, die als größter Tourismusort des Landes mit der Entscheidung ein Zeichen und ein Statement setzen will: Weg vom regionalen Denken, hin zur Vermarktung von Themen. Klar ist: Der Bereich „Gesundheit“ wäre ganz klar in der Hand des Kurorts. Auf der anderen Seite steht Hans Peter Neun als Geschäftsführer des Regionalverbandes nun in der Kritik, obwohl er am wenigsten für die gewachsenen Strukturen verantwortlich gemacht werden kann. Es geht Bad Tatzmannsdorf nicht um die 14.000 Euro Mitgliedsbeitrag, auch wenn sich durch das neue Tourismusgesetz – seit 1. Jänner müssen auch Kurorte einen Teil der Ortstaxe ans Land abliefern –  die Einnahmen der Gemeinde um kolportierte 100.000 Euro verringert haben. Vielmehr wollen die Verantwortlichen die (politischen) Entscheidungsträger im Land dazu bewegen, diese gewachsenen Strukturen zu überdenken und neu zu ordnen. Dass es dabei aber auch Widerstände geben wird, liegt auf der Hand. Jetzt ist die Landespolitik am Zug.

m.pekovics@bvz.at