Erstellt am 21. März 2012, 00:00

Alleingänge vor dem Abschied. MICHAEL PEKOVICS über Peter Vadasz, der vor seinem Rücktritt schnell noch Geld ausgibt.

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Angriff ist die beste Verteidigung. Das gilt beim Schach wie auch in der Politik. Güssings Bürgermeister Peter Vadasz (ÖVP) hat einfach mal so ein Auto bestellt. Kostenpunkt: 24.500 Euro. Keine Frage, Vadasz kann sich auf eine Mehrheit im Gemeinderat stützen und seine Argumentation, er hätte das Fahrzeug nur „bestellt“ aber noch nicht „gekauft“ klingt schlüssig. Dennoch gilt, dass es für derartige Investionen Regeln gibt und die besagen, dass der Gemeinderat einen Beschluss fällen muss. Jetzt ist es aber so, dass Vadasz schon angekündigt hat, bei der Bürgermeisterwahl ohnehin nicht mehr antreten zu wollen. Insofern kann ihm die Kritik der SPÖ egal sein. Bleibt die Frage, ob der künftige Altbürgermeister in den nächsten Wochen und Monate noch andere Alleingänge geplant hat. Wenn dem so ist, sind Auswirkungen auf die Wahl durchaus möglich. Denn schlussendlich fällt diese Vorgangsweise nicht nur auf den aktuellen Bürgermeister, sondern auch auf seine Partei zurück. Und die hat ohnehin genug damit zu tun, zu überlegen, wer als Nachfolger von Vadasz die Herausforderung von Vinzenz Knor annehmen wird. Egal wer es wird, Vadasz erweist ihm gerade einen Bärendienst.

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m.pekovics@bvz.at