Erstellt am 22. August 2012, 00:00

Alles ab auf die lange Bank. MICHAEL PEKOVICS über das Modell der „WT 80“ und warum der aktuelle Gemeinderat kein Problem hat.

Der Stadtgemeinde Oberwart steht das Wasser finanziell bis zum Hals. Anders ist nicht zu erklären, warum in der gestrigen Gemeinderatssitzung der Grundsatzbeschluss gefällt wurde, Grundstücke an die „WT 80 GmbH“ zu verkaufen. Die Intention dahinter ist klar: Durch das frische Kapital können laufende Darlehen zurückbezahlt werden, damit verringern sich die monatlichen Rückzahlungsraten und man hat mehr Spielraum – für den Moment. Denn unterm Strich kommt das vorgestellte Konstrukt teuer: Insgesamt wird die Stadt mehr als doppelt soviel zurückzahlen (rund 12,6 Millionen Euro) als sie jetzt mit dem Verkauf lukriert. Aber alles kein Problem, schließlich wollen ja Projekte finanziert, realisiert oder zumindest auf Schiene gebracht werden – wenn möglich noch vor der Gemeinderatswahl. Dass von den sechs Millionen Euro nach Rückzahlung des „Finanzaffären-Darlehens“ (Restschuld laut Stadtchef Gerhard Pongracz zirka 3,5 Millionen Euro) gerade einmal 2,5 Millionen übrig bleiben, kann den Verantwortlichen egal sein. In 35 Jahren wird von den heutigen Akteuren (voraussichtlich) ohnehin keiner mehr im Gemeinderat sitzen.

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