Erstellt am 20. April 2016, 05:04

von Daniel Fenz

Armutszeugnis – und sehr schade. Daniel Fenz über die aktuellen Probleme des ASKÖ Stinatz in der 1. Klasse Süd.

Eine alte Weisheit besagt: Im Erfolgsfall passieren die größten Fehler. Diesen Spruch kann sich Stinatz an die Fahnen heften. Der einst so stolze Klub, der zwar nicht überall beliebt war, aber zweifelsohne respektiert und mancherorts geschätzt wurde, verkommt mittlerweile zu einem Schatten seiner selbst.

So musste man erstmals in seiner 56-jährigen Geschichte ein Kampfmannschaftsspiel (!), das in Goberling hätte stattfinden sollen, aufgrund von Spielermangel absagen (siehe Artikel unten). Tiefpunkt ist dabei ein verschönter Hilfsausdruck, denn bei allem Verständnis – Fußball muss nicht immer das Wichtigste im Leben sein – sollten sich die Spieler schon an der eigenen Nase packen, warum sie Verpflichtungen eingehen, denen sie dann aber nicht nachkommen (können).

Da kommt dann die Vereinsführung ins Spiel, die im größten Erfolgsfall die meisten Fehler beging, die eigene Jugend vernachlässigte, diese damit vertrieb und sich so keinen Unterbau schaffte. Was wäre das für eine Truppe mit all den Stinatzern, die woanders kicken? Chance vertan – jetzt droht akut die Auflösung des Klubs.

Ein neuer Trend wäre zu wünschen, aber es sieht düster aus, wenn man nicht einmal elf Stinatzer auf die Wiese bekommt, die für die Gemeinde kämpfen. Das ist auf der einen Seite ein Armutszeugnis – und auf der anderen Seite einfach nur sehr schade.