Erstellt am 24. November 2010, 00:00

Außen hui, innen pfui. RICHARD VOGLER über das Mattersburger Einkaufszentrum.

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Die Optik im Inneren des Mattersburger Einkaufszentrums ist einfach nur trostlos. Im Obergeschoß gibt es ein Notariatsbüro, im unteren bald nur mehr zwei Gastronomieeinrichtungen und einen Laden für sozial Bedürftige. Das Modegeschäft und die Bäckerei ziehen zwar einige Kunden an, aufgrund ihrer Lage bringen sie jedoch keine in das Einkaufszentrum direkt rein.

Der letzte Frequenzbringer, das Papierfachgeschäft Libro, schloss Ende letzten Jahres seine Filiale im MEZ. Diese Entwicklung startete bereits vor Jahren, als die Wirtschaftskrise kein Thema war. Und dass man jetzt, trotz Wirtschaftskrise mit einem attraktiven Standort - der auch das MEZ ist - Betriebe an Land ziehen kann, sieht man an der Arena. Ob dies mangels Interesse am Standort oder am unglücklichen Händchen bei der Bewerbung von Seiten des Betreibers, der ECO Business-Immobilien AG passiert, sei dahingestellt.

Für die Stadt, die das Areal vor vielen Jahren verkauft hat, hat dies folgende Auswirkungen: Außen (das imposante Gebäude) hui, innen (die gähnende Leere) pfui. Dass man für den Standort Mattersburg die Hoffnung dennoch nicht aufgeben darf, beweist die Tatsache, dass die Firma „Illek Sanag“ zwar das MEZ verlässt, dennoch in der Innenstadt bleibt.

KOMMENTAR

r.vogler@bvz.at