Erstellt am 13. August 2014, 09:28

von Michael Pekovics

Behörde könnte Mona motivieren. Michael Pekovics über Anrainerrechte und das Problem mit historisch gewachsenen Stadtteilen.

Der Konflikt zwischen dem Sojaverarbeiter Mona und den Anrainern war seit der Übernahme der ehemaligen Molkerei vorprogrammiert. Ein Lebensmittel produzierender Industriebetrieb in einem Wohngebiet – das kann nicht gut gehen.

Rückblickend unverständlich, warum die Mona vor einigen Jahren nicht die Chance ergriffen hat und zum Messezentrum umgezogen ist. Betriebswirtschaftlich wiederum verständlich, Stichwort Kostenminimierung. Verständlich ist aber auch der Ärger der Anrainer, die seit Jahren vertröstet werden. Ihnen geht es weder darum, die Mona zu vertreiben, noch haben sie ein Problem mit zeitweise erhöhtem Lärmpegel.

Dass sich das ständige Brummen der Anlagen aber sowohl auf den Geist als auch auf den Körper negativ niederschlägt, ist nachvollziehbar. Die Mona ist nun gefordert, in die Bausubstanz des Standorts zu investieren – schließlich wurden zuletzt auch 1,4 Millionen Euro für neue Anlagen investiert.

Nur winken als „Lohn“ dafür „nur“ zufriedene Anrainer, aber kein Gewinn. Diese Aussicht dürfte bisher nicht motivierend genug sein. Aber vielleicht tragen die Auflagen der Behörde ihren Teil dazu bei.