Erstellt am 29. August 2012, 08:55

Das ist besser für die Stadt. EVA-MARIA LEEB über den geplatzten Verkauf gemeindeeigener Liegenschaften

Grade nochmal gut gegangen. So ähnlich dürften die Gedanken vieler Oberwarter nach der Gemeinderatssitzung in der Vorwoche ausgesehen haben. Der Plan, gemeindeeigene Liegenschaften an eine Immobilienfirma zu verkaufen, um sich anscheinend kurzfristig Geld beschaffen zu können, sorgte schon im Vorfeld der Sitzung für Aufregung. Sogar VP-Altbürgermeister Michael Racz fühlte sich bemüßigt, jedem Oberwarter Haushalt einen offenen Brief zukommen zu lassen, in welchem er seiner Sorge ob dieses, für den Laien doch etwas obskuren Anlagegeschäftes Ausdruck verlieh. Es klingt schon etwas seltsam, wenn man erklärt bekommt, dass man zwar die Grundstücke der Stadt, nicht aber die darauf befindlichen Gebäude oder Baurechte verkauft und diese dann, nach Zahlung monatlicher Zinsen, in einigen Jahren wieder zurückkauft. SP-Bürgermeister Gerhard Pongracz meint nun, er habe auf sein Bauchgefühl gehört. Eher wahrscheinlich ist, dass er durch die zahlreichen Proteste seinen Bürgermeistersessel schon vor der Wahl entschwinden sah.