Erstellt am 04. September 2013, 10:05

Das Werkl muss rund laufen. Michael Pekovics über Oberwarts Vorstoß in neue Dimensionen – und die Gefahr dabei.

Seit knapp 20 Jahren versucht die Stadtgemeinde laut SPÖ-Gemeinderat Klaus Gartner die Einführung eines sogenannten Eigenbetriebes, im Arbeitstitel „Stadtwerke“ genannt. Dadurch soll die Verwaltung schlanker, Synergien genutzt und Doppelgleisigkeiten vermieden werden. Konkret bedeutet das nun, dass Bürger bei Fragen zu Kanal oder Wasser nicht mehr ins Rathaus, sondern (voraussichtlich) in den neuen Bauhof gehen müssen.

Der noch zu bestellende Geschäftsführer dieser „Stadtwerke“ wird also zum dritten „starken“ Mann neben Bürgermeister und Amtsleiter werden. Nun geht es aber darum, die Rahmenbedingungen, sprich: die Statuten, auszuarbeiten. Und da drängt die Zeit, soll der Eigenbetrieb doch schon per 1. Jänner 2014 starten.

Viel Zeit bleibt nicht, viele Fragen sind noch offen: Wem sind die „Stadtwerke“ Rechenschaft schuldig – dem Stadt- oder Gemeinderat? Wer wird Geschäftsführer und mit welchen Kompetenzen wird dieser ausgestattet? Den Bürgern wird egal sein, ob sie mit ihren Anliegen ins Rathaus oder in den Bauhof gehen müssen. Aber nur dann, wenn das „Werkl Stadtwerke“ auch rund läuft …