Erstellt am 26. Februar 2014, 23:59

von Bernhard Fenz

Der ideelle Wert ist unschlagbar. Bernhard Fenz über die Olympia-Goldmedaille von Julia Dujmovits.

Es ist immer wieder aufs Neue beeindruckend, wie schlagartig sich besondere Ereignisse verbreiten. Der Sieg von Julia Dujmovits beim olympischen Parallel-Slalom ist so ein Ereignis.

Seit Samstag ist bis in die kleinste Ortschaft bekannt, wie ein Parallel-Bewerb im Snowboard funktioniert, wie anziehend die Hundertstel-Dramatik ist und wie rasant es im K.O.-Modus Schlag auf Schlag geht. Wo, wenn nicht bei Olympia, kann Werbung in eigener Sache für einen Sport betrieben werden, der aber nach wie vor im Schatten der Alpinen Skifahrer steht?

Julia Dujmovits hat das mit ihrer Goldenen, respektive all den Rampenlicht-Faktoren, geschafft. Für die Sulzerin selbst könnte der Triumph auch vieles erleichtern – Stichwort potenzielle neue Sponsoren.

Trotzdem wird das alles zweitrangig sein. Schon klar: Wer freut sich nicht über größere berufliche sowie finanzielle Möglichkeiten? Und doch zählen diese Faktoren nicht primär.

Wer jahrelang konsequent auf so ein Ereignis hinarbeitet, dem kann es einfach nur um die Sache gehen. Ruhm und ein größeres Plus am Konto sind Zuckerl als Belohnung. Wirklich wesentlich bleibt aber vor allem der ewige Glanz einer Olympia-Goldmedaille.