Erstellt am 02. Mai 2012, 00:00

Der schwarze Peter sticht. MICHAEL PEKOVICS über den Verlust einer Touristenattraktion und die Verantwortung.

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Die „Frowos“ stehen vor einem Scherbenhaufen. Da der Antrag von SRB-Chef Adolf Schuch auf Abbau der Strecke, dort die fehlende Betriebsbewilligung der BH. Dabei sind nicht einmal die Eigentumsverhältnisse der Bahnlinie zwischen Oberwart und Oberschützen restlos geklärt: Einige Grundstücke gehören den ÖBB, diese sollen aber nicht einmal im Grundbuch eingetragen sein. Kein Wunder, dass keiner der Beteiligten so richtig weiß, was Sache ist. Fix ist aber, dass sich die „Frowos“ die sang- und klanglose Einstellung der Strecke nicht verdient haben. Zuviel Zeit, Geld und Energie wurde investiert, damit die Museumsbahn fahren kann. Über den Winter wurde zum Beispiel von einem Mitglied ein Sommerwagen (Cabrio-Waggon) gebaut, von dem es in Österreich nur mehr wenige gibt. Derzeit wird der Schwarze Peter von einem zum anderen geschoben: Schuch beschuldigt das Land, Versprechungen nicht einzuhalten; das Land wiederum will erst dann zahlen, wenn Schuch die vom Bund vorgeschriebenen Auflagen erfüllt. Eine verfahrene Situation, in der eine Lösung kaum realistisch erscheint. Aber für die „Frowos“ gilt das Sprichwort: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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m.pekovics@bvz.at