Erstellt am 21. Januar 2015, 10:40

von Michael Pekovics

Die beste Lösung, die leistbar ist. Michael Pekovics über die Kooperation der beiden Neuen Mittelschulen Bernstein und Lockenhaus.

Auf lange Sicht werden viele kleine Schulstandorte im Burgenland, vor allem im Süden, nicht zu halten sein. Das lässt sich mit einem Blick auf die Bevölkerungsstatistik erkennen. Noch ist es aber nicht so weit und das nicht nur, weil Wahlen vor der Tür stehen. Denn noch gibt es genügend Schüler oder zumindest so viele, dass man diese nicht auspendeln lassen will.

Die bezirksübergreifende Zusammenarbeit der Neuen Mittelschulen Bernstein und Lockenhaus könnte tatsächlich ein Modell für die Zukunft sein. Zwar ergibt sich dadurch – abgesehen von einem Direktorenposten – kaum Einsparungspotenzial. Dafür behalten aber beide Orte ihre von der Schließung bedrohten Schulen und verhindern damit, dass viele Kinder bereits in jungen Jahren auspendeln müssen.

Kleinere Klassen sind zudem pädagogisch wertvoller, weil mehr Zeit für jeden einzelnen Schüler bleibt. Unterm Strich werden sich die Gemeinden den Schulerhalt aber mehr kosten lassen müssen: Gibt es weniger Schüler, sinken auch die Einnahmen, die Erhaltungskosten für die Gebäude bleiben aber dieselben. Aber solange sich eine Gemeinde das leisten kann, sicher die beste aller Lösungen.