Erstellt am 18. Januar 2012, 00:00

Die machen eh, was sie wollen. MICHAEL PEKOVICS über die geplante Änderung des Ruftaxi-Systems.

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Das Ruftaxi kostete der Stadt im Vorjahr rund 100.000 Euro und damit um 30.000 Euro mehr als ursprünglich budgetiert. Kein Wunder, dass sich SPÖ und ÖVP einig sind, hier einsparen zu wollen. Wenn es wirklich stimmt, dass die Gutscheine nicht nur für Fahrten in Oberwart, sondern auch darüber hinaus angenommen und genutzt wurden, dann ist tatsächlich Handlungsbedarf angesagt. Denn wie kommen die Oberwarter Steuerzahler dazu, Fahrten von „Ortsfremden“ nach – zum Beispiel Stegersbach – mitzufinanzieren.

Damit dieser Missbrauch aber auch tatsächlich funktioniert, bedarf es zweier Mitspieler: Den Taxikunden und den -chauffeur. Bleibt abzuwarten, welche Lösung die Verantwortlichen präsentieren werden. Ein Vorwurf ist der Stadtgemeinde aber dennoch zu machen: Die Änderung, die mit 1. Jänner in Kraft getreten ist, wurde nicht kommuniziert. Dabei wäre es einfach gewesen, die Angelegenheit noch vor dem Jahreswechsel zu besprechen, in der Budgetsitzung zu beschließen und dann die Bürger darüber zu informieren. Jetzt entsteht bei der Bevölkerung wieder einmal das Gefühl, dass „die im Rathaus eh machen, was sie wollen …“

m.pekovics@bvz.at