Erstellt am 10. Oktober 2012, 00:00

Die ÖVP hat sich verkalkuliert. Michael Pekovics über die Sensation in Güssing und wie sie zustande gekommen ist. KOMMENTARNeue Besen kehren gut – das gilt für Güssing nicht. Kandidat Joachim Wolf und die ÖVP haben eine empfindliche Niederlage einstecken müssen –

Neue Besen kehren gut – das gilt für Güssing nicht. Kandidat Joachim Wolf und die ÖVP haben eine empfindliche Niederlage einstecken müssen – und diese haben sich die Verantwortlichen zum Teil selbst zuzuschreiben. Zu lange wurde mit der Bekanntgabe des Nachfolgers von Langzeitbürgermeister Peter Vadasz gewartet. Und dass es dann noch zwei Kandidaten für den Job des ÖVP-Spitzenkandidaten gab, machte die Sache nicht leichter. Auch wenn es niemand offiziell sagen will – nach dem Verzicht von Lang zugunsten Wolfs kriselte es in der Güssinger ÖVP gewaltig. Gewürzt mit dem ewigen Hin und Her rund um die „Causa Aktivpark“ waren dies die letzten Zutaten, um der ÖVP in Güssing die Suppe zu versalzen. Auslöffeln darf diese nun Vinzenz Knor (SPÖ). Leicht wird er es nicht haben, steht Güssing doch finanziell nicht gut da. Einen Trumpf hat der neue Stadtchef aber: Er weiß Landesrätin Verena Dunst hinter sich – und hat damit gute Kontakte bis hinauf zu Landeschef Hans Niessl. Vadasz wollte diese ja nie in Anspruch nehmen – und jetzt hat die ÖVP unter anderem auch dafür bezahlt.

ta.zvb@scivokep.m