Erstellt am 09. Mai 2012, 00:00

Doppelte Spitze für die Wahl. MICHAEL PEKOVICS über den Verzicht von Gilbert Lang und den Sololauf von Joachim Wolf.

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Der Rückzug von Gilbert Lang ist das Beste, das der ÖVP Güssing passieren konnte. Nicht etwa deshalb, weil der stellvertretende Amtsleiter nicht als Nachfolger von Peter Vadasz geeignet gewesen wäre – Lang hätte durchaus das Zeug zum Stadtchef gehabt. Sondern deswegen, weil die ÖVP jetzt mit Lang und Joachim Wolf als „Doppelspitze“ in die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl gehen kann. Der Ausgang der Kampfabstimmung zwischen den beiden Akteuren wäre nicht vorhersehbar gewesen und hätte vielleicht tiefe Gräben innerhalb der Stadtpartei entstehen lassen können.

Somit hat auch Noch-Bürgermeister Peter Vadasz sein (vermutliches letztes großes politisches) Ziel erreicht: eine geordnete Nachfolgelösung. Mit Unternehmer Wolf als Spitzenkandidat und Amtmann Lang als Nummer zwei wird es die SPÖ mit Vinzenz Knor schwer haben, sich durchzusetzen. Interessant wird sein, wie ernst es Wolf mit der „Zusammenarbeit über alle Parteigrenzen hinweg“ wirklich ist. Diese Frage kann aber wohl erst nach der Wahl beantwortet werden. Bis dahin hat Wolf noch Zeit, seine Rolle zu finden – mit voller Unterstützung des Rathauses, in Person des stellvertretenden Amtsleiters Gilbert Lang.

m.pekovics@bvz.at