Erstellt am 09. Juli 2014, 07:52

von Patrick Bauer

Ein guter Schritt, aber nicht für alle. Patrick Bauer über die Kooperation des SV Stegersbach und des SV Eltendorf im Nachwuchs.

Die Ziele sind groß. Eine zweite Nachwuchs-Hochburg im Burgenland soll da zwischen dem SV Eltendorf und dem SV Stegersbach entstehen (siehe dieswöchige BVZ, Seite 68). Talentierte Kicker will man im Süden halten und nicht mehr nach Mattersburg abwandern sehen. Diese werden von einer guten Ausbildung profitieren und dann den Sprung in die Regionalliga oder gar noch höher schaffen.

Aus Sicht der Region muss man diesen Schritt gut heißen, denn es ist für den Süden besser, wenn die Fußballer vor der eigenen Haustür bleiben und nicht mehr Richtung Mattersburg oder in die Steiermark gehen. Auf der anderen Seite bleiben die Stammvereine — da ist das AKA-Modell profitabler, da die jungen Spieler weiter ihrem Klub gehören — aber auf der Strecke, denn die beiden Klubs werden sich schon sehr, sehr früh die besten Kicker des Südens angeln. Und das für eine vergleichsweise geringe Ablösesumme. Diese wäre wohl höher, je länger die Kicker beim eigenen Verein bleiben würden.

Ob dieses Geld dann nicht an anderen Ecken fehlt, ist die Frage, denn die Klubs leben vom Nachwuchs. Die Ablöse würde jetzt nur mehr an zwei Vereine fließen. Vereine, denen es zumindest sportlich – Eltendorf mit Sicherheit auch finanziell – weit besser ergeht, als den meisten anderen.