Erstellt am 15. Juni 2016, 04:55

von Patrick Bauer

Es bleibt ein sehr schwerer Spagat. Patrick Bauer über die nicht zustande gebrachte Fusion zweier Süd-Vereine.

Der burgenländische Amateurfußball muss sich mit schweren Prüfungen auseinandersetzen. Die Vereine kämpfen mit finanziellen, strukturellen sowie personellen Problemen. Auch die Auflagen der Politik – Stichwort Registrierkassa – machen es nicht einfacher einen Verein seriös und den Regeln entsprechend zu führen.

Dabei ist es natürlich immer leicht zu kritisieren, was man nicht alles besser gemacht hätte, ohne dann wirkliche Vorschläge einzubringen. So einen brachte vor wenigen Wochen das scheidende Oberschützener Trainerteam Joachim Adorjan und Michael Horvath ein. Diese präferierten eine Fusion mit dem Nachbarn aus Bad Tatzmannsdorf, welche am Ende aus mehreren Gründen scheiterte.

So ist es neben dem Zeitfaktor auch immer schwierig, Altbekanntes zu verlieren. Fans oder Funktionäre, die seit Jahren und Jahrzehnten immer am gleichen Platz stehen, dieselben Rituale pflegen und selbst die Schimpftiraden oft gleich bleiben, können nur schwer loslassen – verständlich und menschlich.

Eine Fusion kann Vorteile bringen, muss es aber nicht zwangsläufig, denn es bleibt ein schwieriger Spagat es beiden Klubs in gleicher Form Recht zu machen. So ist die Idee ein toller Ansatz, aber diese muss wohl überlegt sein. Jetzt hat man ein Jahr Zeit, den richtigen Konsens zu finden. Das ist vorerst gut so.