Erstellt am 02. März 2016, 04:29

von Patrick Bauer

Es braucht den richtigen Spagat. Patrick Bauer über den SV Güssing, der kurz vor dem Start in die Rückrunde seinen Coach verlor.

Die Aufbruchstimmung war spürbar: Knapp 110 Menschen drängten sich vor etwas mehr als einer Woche ins Gasthaus Stelzmayer, um der Generalversammlung des SV Güssing beizuwohnen. Es war auch der Abschied von Langzeitobmann Martin Muik, der dem Vorstand erhalten blieb, aber sein Amt an Alois Mondschein abtrat.

Neu in der Führungsetage dabei ist auch Hannes Winkelbauer, der als Spieler, Kapitän und später als Spielertrainer viele Jahre die Knochen für seinen GSV hinhielt und nun die sportliche Führung übernahm. Und der ehemalige Klassekicker wartete gleich mit einer Neuerung auf, als er die Verzahnung der Jugend zur Ersten ohne Rücksprache mit Edi Garger erweiterte und den Trainer so vor den Kopf stieß.

Dieser ließ sich diese Änderung der Trainingssteuerung nicht gefallen und gab wenige Tage später seinen Rücktritt bekannt. Nun steht der GSV zumindest bis zum folgenden Montag ohne Trainer da – und dann?

Winkelbauer sprach von einer „absoluten Wunschlösung“, die er im Auge habe und schnellstmöglich präsentieren möchte. Dieser Schuss muss sitzen, denn trotz allen löblichen Konzeptgedanken mit Einbau der Jugend müssen die Güssinger erst einmal auch den Ligaerhalt fixieren. Das wird angesichts der sich im Winter verstärkenden Konkurrenz hart genug.