Erstellt am 29. August 2012, 00:00

Grober Fehler im System. CARINA GANSTER über eine mehr als gerechte Strafe, die ohne Sanktionen bleibt.

Der Ausraster eines Neustifter-Reservekickers in der vergangenen Woche (die BVZ berichtete) war zweifelsfrei unnötig. Zu Recht hat der Spieler, der den Schiri mit zwei Schlägen auf den Kopf verletzte, seine gerechte Strafe bekommen. 32 Spiele Sperre und 700 Euro Geldstrafe sowie eine Anzeige bei der Polizei wegen Körperverletzung scheinen auf den ersten Blick mehr als in Ordnung. Bedenkt man aber, dass für die 700 Euro Geldstrafe der Verein des wütenden Spielers aufkommen muss, stößt es einem sauer auf. Auch Neustifts Obmann Mario Guadagnini zeigte sich erbost und hat bereits Protest gegen das Urteil eingelegt. Sein Argument: „Wie kommt der Verein dazu, so viel Geld für eine Undiszipliniertheit zu bezahlen.“ Einerseits verständlich, ist doch jeder seines eigenen Unglücks Schmied. Andererseits aber nicht nachvollziehbar, weil der Verein weiterhin hinter seinem Spieler steht. Sanktionen sind nämlich nicht angedacht. Stellt sich die Frage, ob diese „Unsitten“ nicht abzuschaffen zu wären, wenn die Spieler für ihre Ausraster künftig selbst in die Tasche greifen müssen. Wenig Lerneffekt besteht in diesem Fall aber trotzdem, weil der Verein „Prügeleien“ anscheinend duldet.

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