Erstellt am 07. November 2012, 00:00

Harte Analysen am Tag danach. Michael Pekovics über den Ausgang der Stichwahl in Oberwart. Mit diesem deutlichen Ausgang der Stichwahl in Oberwart hätte wohl niemand gerechnet. Georg Rosner (ÖVP) wurde Bürgermeister, weil er zwei Drittel der FPÖ- und Nichtwähler vom 7.

Mit diesem deutlichen Ausgang der Stichwahl in Oberwart hätte wohl niemand gerechnet. Georg Rosner (ÖVP) wurde Bürgermeister, weil er zwei Drittel der FPÖ- und Nichtwähler vom 7. Oktober in sein Boot holte, Gerhard Pongracz (SPÖ) konnte nur rund ein Drittel für sich überzeugen. Die große Frage ist nun: Wie wird es mit der SPÖ Oberwart weitergehen? Dass Pongracz als Vizebürgermeister oder Stadtrat in der Gemeindepolitik bleibt, ist wohl auszuschließen – viele Nachfolger drängen sich aber auch nicht gerade auf. Und hier liegt auch schon einer der großen Fehler der SPÖ: die Listenerstellung. Das Angebot, oder besser: die Kandidaten waren einfach zu „alt“, um damit abermals Erfolge einfahren zu können. Anders die ÖVP, die mit jungen, engagierten Kräften motiviert und voller Siegeswillen in die Wahl ging. Was die SPÖ braucht, ist ein Neuanfang: radikal, schonungslos – und vor allem nachhaltig. Man darf gespannt sein, wen die Roten aus dem Hut zaubern. Egal wer neuer Vize wird: Leicht wird er es nicht haben. Aber das hat es angesichts dieser Konstellation im Gemeinderat (elf ÖVP, zehn SPÖ, drei FPÖ, eine Grüne) niemand. Auch nicht der neue Stadtchef Rosner.

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