Erstellt am 01. Juni 2016, 00:05

von Michael Pekovics

Karten werden neu gemischt. Michael Pekovics über die neue Bürgerliste von Michael Neiser.

Michael Neiser tritt also mit einer Unabhängigen Namensliste bei den kommenden Gemeinderatswahlen 2017 an. Damit besteht in Oberwart durchaus eine realistische Chance, dass erstmals fünf Fraktionen im Gemeinderat vertreten sein könnten. Natürlich ist es bis dahin für Neiser und sein Team noch ein weiter Schritt, allerdings ist bis 2017 auch noch jede Menge Zeit, um mögliche Wähler von sich und seinen Inhalten zu überzeugen.

So gut diese Alternative für die Demokratie in der Gemeinde ist, so schlecht ist sie für das Gremium selbst. Schon jetzt verfügt Stadtchef Rosner (ÖVP) über keine Mehrheit und muss sich auf Stimmen anderer verlassen. Bisher klappt das recht gut, trotz angekündigter „Arbeitskoalition“ zwischen SPÖ und FPÖ.

Schafft Neiser mit seiner Liste den Einzug in den Gemeinderat aber, könnten die Mehrheitsverhältnisse künftig noch komplizierter sein als bisher. Andererseits ist ein Mehrangebot an Demokratie wünschenswert für die Bürger, weil sie dann aus einem größeren Angebot wählen können. Mit dem Antritt von Neiser könnte die Parteienlandschaft jedenfalls ordentlich durcheinandergewirbelt werden – wenn er den Einzug schafft..