Erstellt am 02. Juli 2014, 08:00

von Daniel Fenz

Klubs müssen mit System leben. Daniel Fenz über den Status Quo der Fußball-Klasseneinteilung im Südburgenland.

Der Landessüden tagte in Stegersbach, um über eine Reform zu diskutieren. Wieder einmal. Am Ende passierte: Nichts. Die Vereine stimmten mit 32:30 für das bestehende System und gegen ein „Vierklassen-Modell“. Somit gibt es zwei 2. Klassen, eine 1. Klasse und 2. Liga. Die letzten beiden Ligen kämpfen mit vielen Spielen und vor allem in der 1. Klasse herrscht permanenter Abstiegskampf. Fünf Vereine mussten heuer in die 2. Klasse.

Das bessert sich zwar nächste Saison – es gibt nur drei Absteiger. Den Lösungs-Schlüssel für das kollektive Glück fand man trotzdem noch nicht, denn: Die vielen Spiele bleiben bestehen. Das zehrt an den Nerven, in die letzte Klasse will niemand absteigen. Einige Vereine würden sogar eher zusperren, um nicht ganz nach unten zu müssen. Nur eine letzte Klasse ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. Eine 1. Klasse passt auch nicht und eine weitere vierte Stufe einzuschieben, lehnten die Vereine nun ab.

Fazit? Einige Änderungs-Chancen wurden bereits vergeben. Also müssen die Klubs weiter mit dem System leben lernen – im Sinne des Sports wäre das besonders wichtig. Denn weitere Vereinsauflösungen würden das Meisterschafts-Gebilde im Süden in akute Einsturzgefahr bringen – dieses Szenario wird sich wohl niemand wünschen.