Erstellt am 24. September 2013, 16:19

KOMMENTAR. Die Reform hier, das Überleben da

Das Thema Fußball-Reform und Klassenteilung sorgt nach wie vor für Gesprächsstoff im Südburgenland. Längst ärgern sich viele Funktionäre darüber, dass sie der veränderten Klasseneinteilung (eine 1. Klasse Süd) vor mehr als zwei Jahren zugestimmt haben.

Immer mehr zeigt sich, dass die Vereine mit den vielen Spielen überfordert sind, der größere Aufwand wird mancherorts von finanziellen Problemen begleitet. Große Unruhe herrschte auch bei einigen Vereinsverantwortlichen, als sie am Wochenende die Meldung aufschnappten, wie viele Absteiger es aus „ihrer“ 1. Klasse Süd geben könnte: mindestens vier (wenn kein Süd-Verein aus der BVZ Burgenlandliga absteigt), höchstens fünf. Die Schuldfrage stellt sich jetzt aber nicht mehr.

Von Seiten des Verbandes wird nach dem Reform-Beschluss der Gruppe Süd lediglich laut Regulativ entschieden. Solange keine Änderungen beschlossen werden, wird sich an der aktuellen Lage nichts ändern. Wichtiger ist es ohnehin für die Klubs, ihr Überleben abseits jeglicher Reform zu sichern.

Ob in der 1. Klasse oder in einer 2. Klasse: Die Vereine müssen ihr Hauptaugenmerk auf junge Spieler aus dem Ort und der Region legen. Angebot, Zusammenhalt im Klub und vor allem Spielzeit für junge Wilde könnten locken. Das ist leichter gesagt als getan, aber der einzige Weg, um langfristig den Spielbetrieb zu sichern.