Erstellt am 05. Juni 2013, 00:00

KOMMENTAR. Basketball schafft neue Euphorie

„Weil ein 92:91 spannender ist als ein 0:0.“ Dieses Zitat – wie unschwer zu erkennen ein Vergleich zwischen Basketball und Fußball – geistert schon länger durch die österreichische Szene. Dass es stimmt, haben die Gunners in der Finalserie gegen Wien eindrucksvoll bewiesen.

In einer über fünf Spiele gehenden Schlacht war die Spannung zum Greifen nahe, die Leidenschaft der Spieler griff auf das Publikum über. Jeder, der beim vierten oder fünften Spiel mit dabei war, wird diese Stimmung nicht so schnell vergessen. So auch nicht die Vertreter des Hauptsponsors Redwell. Nicht umsonst hat Geschäftsführer Michael Buschhoff 500 Fans den Bus und die Eintrittskarten gezahlt. Viel wichtiger für die Gunners ist aber, dass das Namenssponsoring verlängert wurde.

Das ist aber kein Wunder, schließlich wurde auch Redwell vom Basketball-Virus „infiziert“. Finanziell abgesichert haben die Gunners jetzt die Chance, schon früh mit der Planung für die kommende Saison zu beginnen – und vielleicht auch mehr Augenmerk auf Nachhaltigkeit zu legen. Es wird schwer, wenn nicht sogar unmöglich, alle drei US-Legionäre zu halten. Aber viel wichtiger sind ohnehin Investitionen in den Nachwuchs oder in die Infrastruktur. Damit der Erfolgslauf auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten fortgesetzt werden kann.