Erstellt am 16. Januar 2013, 00:00

KOMMENTAR. Keiner traut sich in die Fußstapfen

Der Aufstieg Buchschachens sucht seinesgleichen – ein Fußballmärchen, das im letzten Jahr mit dem Meistertitel in der 2. Liga Süd seinen Höhepunkt erlebte. Jetzt droht der tiefe Fall. Rückblende: Im Jahr 2002 war Buchschachen ein Niemand, der in der letzten Klasse herumkrebste. Mal besser, viel öfter schlechter. Bis Reinhard Ritter und sein Team sich um den Verein annahmen und diesen mit viel Herzblut, Ehrgeiz, Leidenschaft und Fachwissen nach oben führten. Schon bald war man kein Niemand mehr, der von der Konkurrenz belächelt wurde. Eher lachte man über andere und deren Probleme. In zehn Jahren schaffte man es, größere Vereine hinter sich zu lassen. Als einziger Klub aus dem Bezirk Oberwart war man in der BVZ Burgenlandliga vertreten.

Diesem Märchen droht ein Ende. Am Samstag wird zum zweiten Mal über die Zukunft getagt. Ein neues Oberhaupt ist weiter nicht in Sicht. Auch eine zweite Funktionärsreihe fehlt. Scheinbar sind die Fußstapfen, die Ritter hinterlässt, zu groß. Denn die Erfolge wären kaum wiederholbar. Traurig wäre eine Stilllegung allemal. Dies wäre aber ein weiterer Beweis, dass dem Fußball die ehrenamtlichen Funktionäre ausgehen. Voran gehen und Verantwortung übernehmen will in diesen Tagen kaum einer. Schade für Buchschachen und den Fußball generell.

p.bauer@bvz.at