Erstellt am 07. November 2012, 00:00

Länger feiern, ohne Randale. Michael Pekovics über die erweiterte Sperrstunde und warum jetzt alles von den Diskogästen abhängt. KOMMENTARDie verlängerte Sperrstunde bis fünf Uhr früh ist ein Entgegenkommen der Stadtgemeinde zugunsten der Diskotheken-Betreiber.

Die verlängerte Sperrstunde bis fünf Uhr früh ist ein Entgegenkommen der Stadtgemeinde zugunsten der Diskotheken-Betreiber. Schon bisher war die Sperrstunde um vier Uhr früh eher eine „Richtlinie“ – kontrolliert wurde kaum, die Musik erst dann abgedreht, wenn die Polizei auftauchte. Jetzt können die Partyhungrigen eine Stunde länger feiern. Ob das gut geht, das wird die Zukunft zeigen. Denn Fakt ist, dass längere Öffnungszeiten mehr Alkoholkonsum bedeuten. Und das könnte wiederum zu einer Häufung von Vandalenakten und Schlägereien in und rund um die Diskotheken führen. „Könnte“ wohlgemerkt und nicht „wird“. Schließlich haben es sowohl die Diskotheken-Betreiber als auch die Gäste selbst in der Hand, dafür zu sorgen, dass die Sperrstundenverlängerung von der Ausnahmeregelung zu einer fixen Einrichtung wird. Die Unternehmer mit einem sinnvollen und klugen Einsatz ihrer Security-Kräfte und die Partygäste mit Besonnenheit und Verständnis für die anderen. Fraglich ist nur, wie die Taxiunternehmen auf diese Situation reagieren. Schließlich ist es schon jetzt relativ schwer, um vier Uhr früh ein Taxi zu bekommen.

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