Erstellt am 02. Dezember 2015, 04:23

von Daniel Fenz

Möglicher, aber sehr harter Weg. Daniel Fenz über Snowboarder Sebastian Jud, der in die Fußstapfen von Julia Dujmovits treten möchte.

So unwahrscheinlich klingt das Vorhaben von Sebastian Jud aus dem beschaulichen Mühlgraben gar nicht. Sein Ziel: bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang dabei zu sein. Große Worte des Snowboarders, der diesen aber auch Taten folgen lassen will.

Nach einem Kreuzbandriss, den sich der Kämpfer bei einem Trainingslauf zuzog, folgte die Operation und der Beginn der Reha. Mit Konditionstrainer Robert Antoni und dem Team des Österreichischen Skiverbandes hatte er Fachmänner zur Seite, die ihm zum raschen Comeback verhalfen.

Während Bruder Florian Jud die Karriere im Sommer aufgrund von Knieproblemen beendete, läuft es bei Sebastian mittlerweile wie am Schnürchen. Nach zweimal Edelmetall im Februar 2015 bei den österreichischen Meisterschaften, eröffnete er die heurige Saison mit zwei Top-Ten-Plätzen im Europacup. Jetzt rechnet sich der Südburgenländer auch gute Chancen auf Top-Platzierungen im Weltcup aus.

Kann er mit dem nötigen Elan und Schwung international mit guten Leistungen ohne Stürze und Verletzungen überzeugen, so scheint eine Olympia-Teilnahme 2018 tatsächlich in Reichweite. Trotzdem sollte Sebastian Jud am Boden der Realität bleiben. Der Weg zu den Olympischen Spielen mag möglich sein, noch ist er aber vorwiegend eines: sehr hart.

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