Erstellt am 24. Juli 2013, 00:00

Nicht alles, was glänzt, ist Gold. Michael Pekovics über den schwächer werdenden Glanz der „Ökostadt“ Güssing. Gerade einmal eineinhalb Jahre ist es her, dass Güssing dank des Besuchs von Arnold Schwarzenegger weltweit in aller Munde war.

Gerade einmal eineinhalb Jahre ist es her, dass Güssing dank des Besuchs von Arnold Schwarzenegger weltweit in aller Munde war. In diesen Tagen kommt Güssing wieder ins Gerede – allerdings im negativen Sinn. Der Insolvenzantrag der Biomasse-Kraftwerk GmbH hat österreichweit hohe Wellen geschlagen, sogar vom Scheitern des Modells Güssing ist schon die Rede.

Und tatsächlich scheint es so, als wäre der Betrieb einiger Güssinger Projekte ohne großzügige finanzielle Förderungen nicht kostendeckend machbar. Erstaunlich ist aber auch, dass das Kraftwerk 2010 noch als Forschungs-, ab 2011 aber als kommerzielle Anlage eingestuft wurde. Hinter vorgehaltener Hand ist zu hören, dass das neuerdings „rote“ Güssing einen schweren Stand im „schwarzen“ Finanzministerium haben soll.

Andererseits hatte es das „schwarze“ Güssing vor dem politischen Wechsel bei den Gemeinderatswahlen nicht leicht im „roten“ Land. Weil nun aber zu befürchten ist, dass der Glanz der Ökostadt immer schwächer wird, ist Zusammenhalt auf allen Ebenen angesagt – damit Güssing wieder ins Gerede kommt. Diesmal aber hoffentlich im positiven Sinn.