Erstellt am 13. März 2013, 09:44

Nichts ist mehr im Verborgenen. Michael Pekovics über Öffentlichkeit im Internet-Zeitalter und eine Direktorin als Detektiv.

Seit das Internet von sozialen Netzwerken wie Facebook & Co. dominiert wird, hat die Anonymität im weltweiten Netz ein Ende. Eine weitere Folge davon ist, dass sich immer mehr Gruppen bilden, wie zum Beispiele jene der „HTL Pinkafeld meme“ (meme = Internet-Phänomen, sich vervielfältigende Gedanken). HTL-Direktorin Ilse Fiala-Thier hat schnell reagiert, die dafür verantwortlichen Schüler ausfindig gemacht und sie davon überzeugt, dass die Seite nach nur einer Woche online wieder gelöscht werden muss.
Nun sind solche Seiten grundsätzlich ja in Ordnung: Menschen mit denselben Interessen versammeln sich, tauschen sich aus, haben Spaß und erarbeiten sich so ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Solange es dabei nur um den Spaß und die Gruppe an sich geht, ist das natürlich auch legitim. Wenn aber wie im Fall der Pinkafelder Facebook-Seite Lehrer lächerlich gemacht, ihre Privatsphäre und das Recht aufs eigene Bild sowie das Urheberrecht verletzt werden, dann ist Schluss mit lustig. Denn auch im schon lange nicht mehr anonymen Internet gilt: Wo die persönliche Freiheit des anderen verletzt wird, da hört sich der Spaß auf.