Erstellt am 06. April 2016, 05:04

von Patrick Bauer

Nichts kennen? Könnte klappen!. Patrick Bauer über die Trainersuche in Stegersbach, nach dem Rücktritt von Christian Graf.

Es war ein jähes Ende: Christian Graf ist seit Samstag nicht mehr Cheftrainer beim BVZ Burgenlandligisten aus Stegersbach (siehe auch Seite 77 der dieswöchigen BVZ-Printausgabe). Das 0:3 in Purbach war der letzte Mosaikstein, der das Urgestein zu dieser Entscheidung bewog.

Vertrauen soll verloren gegangen sein, die Führungsetage nicht mehr ganz hinter dem jungen Trainer gestanden haben. Kein Einzelfall, aber schade, weil ein Talent verloren ging, das natürlich nicht immer alles richtig machte und sich noch in einer Lernphase befand, aber den Ligaerhalt sicher geschafft hätte. Kritiker werden sagen, dass das mit diesem Kader eine Selbstverständlichkeit darstellen sollte.

Irgendwo berechtigt, aber über das gesamte Jahr kämpften Schlüsselspieler immer wieder mit ihrer Form oder Verletzungen, Konstanz blieb ein Fremdwort. Jetzt steht man vor dem letzten Saisondrittel ohne Chef da.

Kandidaten? Rar gesät, aber es muss ein starker Mann her, der bestenfalls gar nichts mit dem Verein zu tun hatte, denn: Die letzten drei Trainer – Joachim Poandl, Klaus Strobl und eben Graf – waren verdiente Kicker, die dem SVS treu verbunden waren. So eine Nähe kann auch bremsen.

Ein neuer und in Stegersbach vielleicht unbekannter Coach muss sich seine Autorität hingegen erst erarbeiten – und das könnte gleichzeitig neue Kräfte bei der Mannschaft freisetzen.