Erstellt am 15. Oktober 2014, 08:31

von Michael Pekovics

Probleme aus dem Untergrund. Michael Pekovics über die Pflichten einer Stadtgemeinde.

Die ureigenste Aufgabe einer Kommune ist es, Bürgen die notwendige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Dazu gehört in erster Linie die Trinkwasserversorgung. Denn wie Bürgermeister Georg Rosner sagt, ist Wasser für uns ein Gut, dessen Bedeutung uns erst dann klar wird, wenn es nicht mehr zur Verfügung steht.

Das Problem in Oberwart ist aber nicht, dass es zu wenig Wasser gibt, sondern dass die Infrastruktur stellenweise derart marod ist, dass die Leitungen einfach bersten. Mit teilweise gravierenden Auswirkungen, wie die letzte Woche zeigt: Schüler, die mit Eimern bewaffnet ausschwärmen, um wenigsten die Toiletten benützen zu können und Gastronomiebetriebe, die zusperren müssen.

Letztere könnten theoretisch die Stadt sogar auf Verdienstentgang klagen – tun sie aber nicht, außerdem wäre Oberwart in so einem Fall versichert. Trotzdem ist fix, dass die Stadt jede Menge Geld in die Hand nehmen muss, um das Problem in den Griff zu bekommen. Kostenschätzungen traut sich derzeit niemand abgeben, aber egal wie hoch diese sein werden, die Stadt muss reagieren und zumindest die am stärksten betroffenen Leitungen sanieren.