Erstellt am 22. Januar 2014, 09:15

von Michael Pekovics

SPÖ: Jetzt ist Misik am Zug. Michael Pekovics über die Auswirkungen der Wahl von Dietmar Misik zum SPÖ-Stadtparteiobmann.

Nach seiner Wahl zum SPÖ-Stadtparteiobmann schlug Vizebürgermeister Dietmar Misik ungewohnt harte Töne an. Er erwarte sich, dass nun die internen Querschüsse ausbleiben und dass sein Wort als Parteiobmann und Vizebürgermeister auch zählt (siehe auch den  Artikel aus der dieswöchigen Oberwarter BVZ ).

Das lässt den Schluss zu, dass es im Vorfeld der Generalversammlung zu einem Kräftemessen in der Stadtpartei gekommen ist. Hartnäckig halten sich nämlich an den Stammtischen die Gerüchte, dass Altbürgermeister Gerhard Pongracz weiter viele Fäden in der Hand hält und auf die Stadtpolitik Einfluss nimmt. Das wäre ihm weder zu verdenken noch eine große Überraschung: Schließlich ist Pongracz nach wie vor Landtagsabgeordneter der SPÖ und wurde nun auch zum Ehrenobmann der Stadtpartei ernannt.

Misik muss jetzt beweisen, dass er der Aufgabe gewachsen ist – sowohl intern als auch extern, sowohl im Gemeinderat als auch in seiner Fraktion. Denn bisher hatte man von Zeit zu Zeit den Eindruck, dass Misik zwar in der ersten Reihe steht, die Entscheidungen aber in der zweiten gefällt werden. Und das ist der Autorität, die ein Parteichef eigentlich haben müsste, nicht gerade zuträglich.