Erstellt am 29. Januar 2014, 09:00

von Siegfried Prader

Sport steht jetzt im Vordergrund. Siegfried Prader über die Olympischen Winterspiele in Sotschi.

„Citius, altius, fortius“ – die lateinischen Wörter für schneller, höher, stärker  – so lautet eigentlich das offizielle Motto der olympischen Bewegung.

Im Zuge vieler Diskussionen im Vorfeld der kommenden Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi, bei denen mit Snowboard-Ass Julia Dujmovits auch eine Südburgenländerin am Start ist, wurde dieser sportliche Grundgedanke allerdings mehr und mehr in den Hintergrund gestellt. Stattdessen stand die Politik des gastgebenden Landes im Mittelpunkt. Vermehrt gaben auch heimische Sportler ihre Kommentare ab.

In dieser Hinsicht ist das Thema Sicherheit ein brennendes. Neu ist es aber nicht. Spätestens seit den Sommerspielen 1972 in München, seit dem Anschlag einer palästinensischen Terrorgruppe auf die israelische Mannschaft, weiß man, dass immer und überall etwas passieren kann.

Und dass die Ausgaben für die Sicherheit in ungeahnte Dimensionen steigen werden, war spätestens seit den Winterspielen in Salt Lake City – die nur fünf Monate nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York über die Bühne gebracht werden mussten – klar.

Bleibt zu hoffen, dass die Aktiven die Diskussionen von 7. bis 23. Februar vergessen lassen. Mit großartigen Leistungen könnten sie der Welt beweisen, dass bei den Spielen der Sport im Mittelpunkt zu stehen hat.