Erstellt am 26. Juni 2013, 07:32

Super, dass Madl im Süden bleibt. Patrick Bauer über „bittere“ Transfers für Fans, die für Spieler einfach notwendig sind.

Es war eine Sensation. Vor rund eineinhalb Monaten wechselte das deutsche Wunderkind, Mario Götze, von Borussia Dortmund ausgerechnet zum Branchenprimus Bayern München. Die Reaktionen auf diesen Wechsel waren zwiegespalten. Natürlich freuten sich die Bayern über diesen Transfer. Ein Zeichen von Stärke.
Auf der anderen Seite waren gefrustete Borussen-Fans. Ähnlich ging es in dieser Woche in Pinkafeld zu. Tobias Madl wechselte zum SV Oberwart und Alex Jose de Paula nach Wiesfleck. Zwei Schockmeldungen für die Fans des Meisters aus der 2. Liga. Die Enttäuschung, vor allem beim Fanklub war groß. Beide waren Publikumslieblinge – beide kicken nun beim Derbygegner (auch wenn es in der nächsten Saison zu keinem Duell kommt). Als neutralen Beobachter kann einen dies nur freuen. Was hätten wir schon davon, wenn Madl in Wien kicken würde oder de Paula in der Steiermark? Gar nichts.
Dass sich die beiden mit ihren Transfers in Pinkafeld keine Freunde machen werden, ist klar, und dennoch wird auch dieser Frust vergehen. Denn jeder Abgang birgt auch eine Chance. Auch die Wiesflecker müssen jetzt zusehen, wie Florian Prochazka in Pinkafeld auf Torejagd gehen wird. So läuft eben das Fußballgeschäft – ganz oben und ganz unten.