Erstellt am 01. Juni 2011, 00:00

Uhren gehen überall anders. MICHAEL PEKOVICS über das falsche Signal in Zeiten von finanziellen Problemen.

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In Limbach muss die Welt eine andere sein. Überall jammern Gemeinden über den immer enger werdenden finanziellen Spielraum – sei es durch geringere Einnahmen wegen des Bevölkerungsrückgangs oder wegen der steigenden Sozialabgaben. Aber Limbach will sich von Kukmirn trennen und eine eigene Gemeinde werden.

Wenn heute, Mittwoch, die Entscheidung im Gemeinderat getroffen wird, dann sollte den Verantwortlichen eines bewusst sein: Sie schwimmen mit der Gemeindetrennung gegen den Strom der Fakten. Während andere Ortschaften die Zusammenarbeit suchen – siehe Litzelsdorf und Ollersdorf mit einer gemeinsamen Müllsammelstelle – will Limbach alleine in die Zukunft gehen. Irgendwie ist das ja verständlich, die „Beförderung“ vom Ortsteil zur eigenständigen Gemeinde ist sicher Balsam für das Ego. Aber langfristig wird das „Projekt Trennung“ zum Scheitern verurteilt sein, zeigen die Zeichen der Zeit doch eher in Richtung Zusammenlegung von Gemeinden denn Trennung. Die letzte Entscheidung liegt aber ohnehin beim Land beziehungsweise beim Rechnungshof: Wenn letzterer feststellt, dass beide Orte alleine lebensfähig sind, wird die Trennung aber wohl vollzogen werden.

KOMMENTAR

m.pekovics@bvz.at