Erstellt am 13. Juni 2012, 00:00

Unabhängig von der Partei?. MICHAEL PEKOVICS über den politischen Quereinstieg, der scheinbar immer mehr in Mode kommt.

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Ausgerechnet vor der Gemeinderatswahl scheint der Quereinstieg in die Politik wieder in Mode zu kommen. Sowohl die SPÖ als auch die ÖVP setzen auf neue Gesichter und hoffen dadurch auf Wahlerfolge. Das könnte damit zusammenhängen, dass das Vertrauen der Bürger in die „klassischen“ Politiker angesichts der Skandalflut im Bund am Tiefpunkt ist. Vielleicht haben es „frische Gesichter“ einfacher, sich bei den Wählern Gehör zu verschaffen und glaubwürdig zu wirken. Und dann gibt es noch den Trend bei der SPÖ, gemeinsam mit „unabhängigen“ Listen, die ja auch größtenteils von Quereinsteigern geführt werden, anzutreten. Hier stellt sich noch mehr die Frage, wie „unabhängig“ die Kandidaten wirklich sind. Zu oft schon wurden Quereinsteiger vom Tagesgeschäft eingeholt und mussten erkennen, dass ohne „die Partei“ nichts geht . Genau daran werden sie aber gemessen werden – wenn auch nicht am Wahltag, aber sicher in der Zeit danach. Dann wird sich nämlich zeigen, ob sie sich aus Lust an der Politik und am Gestalten aufstellen haben lassen – oder schlussendlich nur zum persönlichen Vorteil.

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