Erstellt am 16. März 2016, 08:19

von Michael Pekovics

Und plötzlich ändert sich alles. Michael Pekovics über die realpolitische Posse rund um die Planung des Spital-Neubaus.

Bei kaum einem anderen Thema werden die politischen Veränderungen durch die „neue“ rot-blaue Koalition so „spürbar“ wie beim Neubau des Oberwarter Krankenhauses. Für die SPÖ gab es ja niemals, zu keiner Zeit und von niemandem einen Fehler in der Planungsphase. Schließlich seien die bisher ausgegebenen zwölf Millionen Euro für Instandhaltungen bei laufendem Betrieb verwendet worden, heißt es.

Und auch für die FPÖ, die vor der Regierungsbeteiligung – so wie die ÖVP jetzt – eigene Ausschüsse zur Kontrolle gefordert hatte und teilweise schon einen neuen „AKH-Skandal“ kommen sah, passt nun alles. Bleibt die ÖVP, die sich in keiner guten Ausgangsposition für Kritik befindet: Schließlich hat sie seinerzeit alle Beschlüsse einstimmig mitgetragen – und den damaligen SPÖ-Landesrat Peter Rezar so verteidigt, wie es jetzt die FPÖ mit Norbert Darabos (SPÖ) macht.

Dem Steuerzahler wird das alles egal sein, für ihn zählen nur zwei Dinge: Zum einen, dass mit den öffentlichen Geldern sorgsam umgegangen wird und zum anderen, dass die medizinische Versorgung weiter gewährleistet ist – egal, welche Farben gerade das politische Spiel dominieren.