Erstellt am 20. Januar 2016, 04:28

von Patrick Bauer

Vernunft siegt – und das ist gut so. Patrick Bauer über die zuletzt schwierigen Tage beim Traditionsklub aus Oberwart.

Beim SV Oberwart hielt zuletzt Paukenschlag auf Paukenschlag Einzug. Erst trennte man sich von Aufstiegstrainer Sandor Preisinger, um mit Robert Pflug schnell einen Nachfolger zu finden. Seine Amtszeit sollte zwei Trainingseinheiten dauern, ehe sich der Steirer wieder zurückzog.

Die Hintergründe? Ein Sponsor, der groß einsteigen sollte und auch wollte, sagte Obmann Michael Leitgeb kurzfristig ab. Weil neue Schulden in Oberwart ein Fremdwort sind, bleiben Zugänge, die die Hoffnung auf einen Verbleib in der Regionalliga Ost erhalten hätten, tabu. Und das ist auch der absolut richtige Weg, denn selbst „Namen“ garantieren den Erhalt in dieser starken Liga nicht.

Außerdem: Was soll an einem Abstieg auch schlimm sein? Oft war das Informstadion bei Gegnern wie den Rapid Amateuren oder Sollenau, um es vornehm auszudrücken, „nicht gut besucht.“ Das wäre in der BVZ Burgenlandliga bei Kontrahenten wie Pinkafeld oder Neuberg anders.

Ein Abstieg zurück ist nach momentanem Stand wahrscheinlich. Wer setzt noch einen Pfifferling auf Christoph Koch und Kollegen? Das kann im Gegenzug Kräfte freisetzen, vor allem dann, wenn der mögliche Gang nach unten kein Schreckensszenario ist und dadurch womöglich ein kaum gekanntes „Wir-Gefühl“ aufkeimt.

BVZ.at hatte berichtet: