Erstellt am 02. Januar 2013, 00:00

Vom Bett zum Schreibtisch. Michael Pekovics über die verstärkte Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich. Die Standortgarantie der Landespolitik für alle fünf Krankenhäuser im Burgenland bringt mit sich, dass Zusammenarbeit immer notwendiger wird.

Die Standortgarantie der Landespolitik für alle fünf Krankenhäuser im Burgenland bringt mit sich, dass Zusammenarbeit immer notwendiger wird. Das wird auch von der Gesundheitsreform unterstützt und gefordert. Nun stehen drei dieser Spitäler im Mittel- und Südburgenland, das damit ausgezeichnet versorgt ist. Verbundlösungen, ähnlich wie bereits in der Internen Abteilung installiert, sind sicher sinnvoll, solange gewährleistet ist, dass die Qualität der medizinischen Versorgung nicht darunter leidet. Eine Gefahr birgt die neu definierte Position des ärztlichen Leiters – weg vom Mediziner, hin zum Manager – aber trotzdem. Denn wer „managt“, schaut in erster Linie auf Zahlen und nicht unbedingt auf die Patienten. Bisher war der ärztliche Leiter auch „am Bett“ im Einsatz, künftig wird er nur am Schreibtisch sitzen. Der neue ärztliche Leiter steht vor der Herausforderung, gemeinsam mit der Gesundheitspolitik des Landes die Synergien der beiden Spitäler Oberwart und Güssing zu nutzen – ohne dass die medizinische Versorgung darunter leidet. Denn wer Chef ist, ist der Bevölkerung egal – solange die Qualität der Behandlungen passt.

m.pekovics@bvz.at