Erstellt am 12. März 2014, 08:45

von Michael Pekovics

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Michael Pekovics über die neuerlichen Diskussionen rund ums Internat.

Oberwart hat, will man es mit einem Satz auf den Punkt bringen, ein Problem: Es fehlt der Masterplan – in vielen Belangen. Die aktuelle Endlosdiskussion rund ums Internat ist nur da nur ein Baustein im Rohbau von Stadtchef Georg Rosner.

„Wer die Wahl hat, hat die Qual“, heißt es in einem TV-Spot und die Verantwortlichen können ein Lied davon singen: Neubau? Sanierung? Verlagerung in die Krankenpflegeschule? Alles Varianten, die ebenso realistisch wie schwer finanzierbar sind.

Denn auch wenn Oberwart im Schuldenvergleich mit anderen Bezirkshauptstädten wie Güssing oder Jennersdorf vergleichsweise gut da steht, sind neun Millionen Euro doch ein gehöriger Batzen Geld, der nur über Fremdfinanzierung aufgestellt werden kann.

Dass die Gemeindeaufsicht seit der Ära Pongracz und dem Finanzskandal (Stichwort: nicht verschickte Vorschreibungen für Kanal und Wasser) ein besonders kritisches Auge auf die Stadtfinanzen wirft, ist der Aufnahme von neuen Krediten nicht unbedingt förderlich. Oberwart wird aber neue Schulden machen müssen, um das Internatsproblem zu lösen und dadurch den Schulstandort abzusichern.