Erstellt am 22. Oktober 2014, 09:45

von Patrick Bauer

Wird Pratl der große Architekt?. Patrick Bauer über Thomas Pratl, der die Pinkafelder in eine neue Ära führen soll.

Er war von Beginn weg der Favorit auf den Posten als Cheftrainer in Pinkafeld. Jetzt sagte Thomas Pratl zu (siehe dieswöchige BVZ, Seite 87) – und der 24-Jährige wird ab der Winterpause die Geschicke beim Traditionsklub leiten. In so jungem Alter schon in der BVZ Burgenlandliga zu arbeiten, ist beeindruckend. Die Vorfreude den Fachmann in Aktion zu erleben, ist groß. Wie wird er die Mannschaft ausrichten und wird ihm diese folgen? Fragen, die erst im Frühjahr gelöst werden.

Unglaublich spannend war unterdessen, was der Sportliche Leiter Alois Grill nach der Installierung erzählte. Man wolle ein einheitliches Spielsystem bis ins letzte Jugendteam einführen. Dabei gebe die Kampfmannschaft – mit Pratl – das System vor und selbst die Jüngsten sollen in der „Schablone“ kicken.

Natürlich hätte das, wenn umsetzbar, große Vorteile. Die Spieler würden die taktische Ausrichtung schon im Kindesalter „inhalieren“ und auch der Sprung in die Erste wäre geringer, da die Raumaufteilung dieselbe bleiben würde. Ajax Amsterdam praktiziert das seit vielen Jahren und hat damit Erfolg. Die Früchte wird man erst in vielen Jahren ernten. Wer weiß, wo Pratl dann arbeitet. Er könnte aber als Architekt einer neuen Generation gelten – nicht der schlechteste Beginn für einen Trainer.