Erstellt am 20. April 2011, 00:00

Wirtschaft, da läuft was schief. MICHAEL PEKOVICS über die Absurdität, dass geschenkt noch viel zu teuer ist.

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Die Geschichte vom Apfelbauer Helmut Weber aus Minihof Liebau (Seite 22) lässt Zweifel aufkommen: An den wirtschaftlichen Kreisläufen, am System, an der Frage der Ernährung und schlussendlich an der Globalisierung beziehungsweise an der von der EU angestrebten Erhaltung der regionalen Landwirtschaft. Wie kann es sein, dass 26 Hektar Plantagen gerodet werden müssen, wenn von Jahr zu Jahr in Österreich mehr Äpfel konsumiert werden – zuletzt etwa rund 28 Kilogramm pro Kopf und Jahr? Die Lösung heißt: Geld! Während die Betriebskosten von Jahr zu Jahr steigen, sinken die Erträge –  ein wirtschaftliches Führen des Betriebs ist nicht mehr möglich. Doch wer trägt die Schuld? Der Konsument? Der Handel? Die Weltwirtschaft?

Wir alle wollen möglichst gute Waren zu einem günstigen Preis – einerseits, weil der Einzelne sparen muss, andererseits, weil die „Geiz ist geil“-Mentalität fixer Konsumbestandteil geworden ist. Einfache Lösungen gibt es dafür nicht – zu dominant ist der Weltmarkt, auf dem die Preise bestimmt werden. Dennoch kann jeder Einzelne seinen Beitrag leisten – und direkt beim Bauern in der Region einkaufen.

m.pekovics@bvz.at